Mittwoch, 10. September 2014

Überall Mochis



Ich bin ja ein bekennender Japanfan und vor allem von den Süßigkeiten angetan. Insbesondere von Mochis, kleinen Klebreiskuchen die mit Anko, einer gezuckerten rote Bohnenpaste, gefüllt sind. Schon lange wollte ich sie selber machen, da aber die traditionelle Herstellung alleine nicht wirklich möglich ist und kaum auffindbaren, speziellen Mochireis benötigt, habe ich nach alternativen Rezepten gesucht.


Das Rezept an sich ist immens simpel, man muss allerdings das richtige Reismehl finden, und dann kann schon eine echte Herausforderung sein. Mit dem falschen Mehl klappt es im besten Fall nicht, im schlimmsten Fall entwickelt sich ein immens unangenehmer Geruch und es klappt ebenfalls nicht.


Grundrezept (1 zu 1 Mischung)

· 150 Gramm Klebreismehl
· 150 ml. Wasser.

Nimmt man diese Grundzutaten wird der Mochi jedoch immens geschmacksneutral. Das Wasser kann jedoch z.B. durch Gemüsebrühe oder durch gezuckerten Tee ersetzt werden, man kann Matchapulver hinzu geben und ich denke auch mit Saft dürfte es funktionieren. Mochis kann man sowohl herzhaft, als auch süß essen, pur oder mit Füllung, als Süßigkeit oder als Suppeneinlage.

Ich habe zwei verschiedene Mochis gemacht. Dafür habe ich das Grundrezept mit einer Menge von 200 gr. Mehl und 200 ml. Wasser benutzt. Das Mehl und das Wasser gar nicht erst mit einem Schneebesen bearbeiten, höchstens mit einem Kochlöffel, ab besten aber gleich mit der Hand kneten, das ganze wird ein relativ fester Teig, der sich recht seidig anfühlt. Die Arbeitsfläche großzügig mit Stärke bestreuen.

Und jetzt kommt der anstrengende Part. Einen Topf auf den Herd stellen und bei niedriger Hitze den Teig so lange erhitzen und immer wieder umrühren, bis er eine milchige Farbe bekommen hat. Stellt euch vor, ihr müsst sehr, sehr klebriges Fimo mit einem Holzlöffel umrühren. Es ist unglaublich anstrengend.

Wenn die Masse die milchige Farbe bekommen hat, den Mochiteig aus dem Topf heraus nehmen und abkühlen lassen. Den Topf schon mal zum einweichen in die Spüle stellen, dass sauber machen ist auch noch mal sehr aufwendig.

Den abgekühlten Teig zu einer dicken Rolle formen und dann mit dem Messer in mundgerechte Stücke schneiden. Wenn der Teig nicht abgekühlt ist, wird er die Stärke ‚abschwitzen‘ und der Mochi wird immens klebrig. Die Mochis innerhalb von 2 Tagen verzehren, danach werden sie zu hart.

Ich habe neutrale Mochis gemacht und als Suppeneinlage benutzt. Den restlichen Mochiteig habe ich mit einer Zucker-Jasminteemischung verknetet, die ich davor im Mörser hergestellt habe, so dass die Mochi einen angenehmen Yasmingeschmack bekommen haben.

Ich hätte auch gleich gesüßten Yasmintee nehmen können, aber die Masse musste ja auch für den neutralen Mochi zu verwenden sein.

Fazit aus dem Ganzen ist, dass man Mochis durchaus selber machen kann, es aber doch ein immenser Aufwand ist. Ich hoffe einfach, dass ich eine Mochi-Maschine zum Geburtstag geschenkt bekomme ;-)

Viel Spaß noch mit dem Rezept, ich bin gespannt auf eure Varianten! 

Eure Vanille

Teig anrühren

Und rühren... und rühren...

Übrigens, benutzt einen stabilen Kochlöffel und seit vorsichtig, sonst passiert euch dass Selbe wie mir…

Zucker-Jasminteemischung

Jasmintee-Mochi

1 Kommentar:

  1. Wow, das sieht richtig gut aus. Auf die Idee, Mochi selbst zu machen, bin ich bisher nicht gekommen! :D
    Ich denke, ich werde das Ganze mal mit Matcha ausprobieren :)
    Da ich zu Hause einen Thermomix habe, muss der dafür herhalten. Mal gespannt, ob das funktioniert.

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