Freitag, 15. August 2014

Frittieren für Anfänger

Ich war mit meiner Mutter in meinem Lieblingsasiamarkt einkaufen, was im Endeffekt dazu geführt hat, dass ich in der Küche eine kleine Frittierschlacht geschlagen habe. Hier seht ihr, was ihr dazu braucht.


Zutaten
· 1 Packung Seidentofu
· 8 Scheiben Lotuswurzel

Tempurateig 
· 100 g Stärkemehl
· 100 g Weizenmehl
· 1 Ei
· 270 ml eiskaltes Wasser
· 1 Prise Backpulver

Außerdem
· Helle Sojasoße
· Öl zum frittieren

Lotuswurzelscheiben
Als erstes nehmt ihr 270 Milliliter Wasser und stellt sie in das Eisfach, denn für den Tempurateig benötigt man Eiswasser. Im gleichen Zug könnt ihr die Lotuswurzelscheiben aus dem Eisfach nehmen, es sei denn ihr habt Frische daheim. Zum langsamen auftauen beiseite stellen. Dann nehmt ihr den Seidentofu sehr vorsichtig aus seiner Verpackung, den er trägt seinen Namen zu recht. Der Tofu ist unglaublich zerbrechlich und nur durch umstürzen halbwegs am Stück aus seiner Verpackung zu holen. Nun empfiehlt es sich den Tofu zu entwässern.

Dazu den Tofu vorsichtig in ein Küchentuch wickeln und ein Küchenbrett oben drauf legen. Nun eine Tasse mit Wasser, oder einen ähnlich schweren Gegenstand auf das Brettchen legen, so ist das Gewicht gleichmäßig auf den Tofu verteilt und das Wasser kann durch das Gewicht heraus gedrückt werden. Lasst diesem Vorgang mindestens eine halbe Stunde Zeit.

Währenddessen bereitet einen kleinen Teller mit Mehl vor, welches ihr mit einer kräftigen Prise Salz würzt. Vermischt beide Zutaten mit einer Gabel. In der Mischung werden später einige Zutaten gewälzt, ähnlich wie beim panieren.

Nehmt nun die Lotuswurzeln und mariniert sie ordentlich mit der hellen Sojasoße, damit sie etwas mehr an Geschmack gewinnen. Sie schmecken auch pur, nur ist ihr Geschmack dann sehr dezent.
Jetzt heißt es warten, bis die Zeit für den Tofu um ist.

Nach der halben Stunde Wartezeit vorsichtig das Tuch abwickeln und den Tofu nun in Mundgerechte Stücke schneiden. Ich habe hier ein wenig experimentiert und die Hälfte des Tofus mit Sojasoße mariniert, die andere Hälfte pur gelassen.

Mit Sojsoße marinierter Seidentofu

Wenn euch beim Zerschneiden des Tofus einige Brocken abbrechen, so wie es bei mir der Fall war,  legt diese Stückchen in etwas Sojasoße, oder wer es mag, in Teriyakisoße ein.

Stellt nun einen Topf auf und füllt ihn soweit mit Öl, dass ihr später den Tofu und die Lotuswurzeln darin frittieren könnt. Wenn ihr einer Fritöse besitzt, dann benutzt lieber diese.

Das Öl kann nun heiß werden, die richtige Temperatur zum frittieren hat es, wenn an einem hineingetauchten Holzstäbchen Bläschen aufsteigen. Als nächstes mischt ihr nochmal die Lotuswurzen kräftig durch, damit sie überall mit der Sojasoße bedeckt sind.

Jetzt gilt es den Tempurateig her zu stellen. Dafür das Ei mit dem eiskalten Wasser schaumig schlagen, dann beide Mehlsorten und das Backpulver so lange unterrühren, bis ein glatter, dünner Teig entstanden ist, der sofort weiter verarbeitet werden sollte.

Ich habe beim frittieren mit den Lotuswurzeln angefangen, weil diese etwas stabiler sind.
Prinzipiell könnt ihr jetzt mit allen Zutaten verfahren wie folgt:

· Im Mehl wälzen
· In den Tempurateig tauchen
· Frittieren
· Auf einem Küchentuch abtropfen lassen

Wichtig ist hier, die frittierten Stücke NICHT mit einem weiteren Stück Küchenpapier abzudecken, weil sonst sehr schnell die knusprige Hülle zu etwas recht labbrigen wird.

Ich habe beim Frittieren herumprobiert und folgende Sachen ausprobiert:

· Lotuswurzeln unmariniert, nur in Tempurateig
· Lotuswurzeln unmariniert, in Mehl gewält und in Tempurateig getaucht
· Lotuswurzeln mariniert, nur in Tempurateig
· Loturwurzeln mariniert, in Mehl gewälzt und in Tempurateig getaucht
· Tofu unmariniert, pur frittiert
· Tofu mariniert, pur frittiert
· Tofu unmariniert, in Mehl gewälzt und frittiert
· Tofu mariniert, in Mehl gewälzt und frittiert
· Tofu unmariniert, in Mehl gewälzt, Tempurateig und frittiert
· Tofu mariniert, in Mehl gewälzt, Tempurateig und frittiert

Zusammen mit Sojasoße zum dippen und den abgebrochenen
Tofustückchen und frittiertem Tempura
Beim Geschmackstest war es leider so, dass der Tempurateig an sich recht lasch schmeckt. Habt ihr vielleicht Ideen wie man ihn noch etwas aufpimpen kann?

Der pure Tofu wird übrigens in heißem Fett sehr, sehr schnell dunkel, also habt immer ein Auge auf ihn. Wer jetzt Lust bekommen hat ebenfalls etwas zu frittieren oder dieses Rezept nach zu kochen, ab an die Töpfe und lasst es euch danach schmecken.

Eure Vanille 

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